Künstlerbibel aus Deutschland kommt in den Vatikan

Papst Franziskus erhält einzigartige Bibelübersetzung aus Stuttgart

Rom/Stuttgart. Glaube kann Berge versetzen. In diesem Fall gilt die Redensart sogar noch über den Tod hinaus. Bei der Generalaudienz, in der Audienzhalle Paul VI in Rom, hat Papst Franziskus am 20. Februar die Nummer EINS der limitierten Wiedmann Bibel ART-Edition erhalten. Das Besondere daran: Das Original ist die einzige Bibel, die das Alte und Neue Testament in Bildern wiedergibt. Überreicht wurde die Version im Buchformat vom Sohn des Künstlers, Martin Wiedmann. Begleitet wurde er von Pfarrer Franz Pitzal aus Renningen. Der Initiator der Renninger Krippe hatte den Kontakt zum Vatikan hergestellt. Am Vorabend hat es noch ein Treffen im kleinen Kreis mit Kardinal Walter Kasper gegeben.

Bildquelle: Servizio Fotografico Vaticano – S.F.V.

„Es war eine überwältigende Begegnung. Ich stand in der Prima Fila (1. Reihe). So voller Vorfreude war ich noch nie in meinem Leben. Papst Franziskus hat aufmerksam der Geschichte der Wiedmann Bibel zugehört und war ganz begeistert von dem Werk. Die Anerkennung ist so fantastisch für meinen Vater. Er hat lange und hart an dem Werk gearbeitet. Sogar in Zeiten, in denen er schwer krank war. Sein Glaube hat ihn gestärkt und ihn nie die Hoffnung aufgeben lassen, dass seine Bibel einmal veröffentlicht wird“, sagt Martin Wiedmann.

Allerdings wusste Willy Wiedmann (1929-2013) damals nicht, dass sein Sohn einmal derjenige sein wird, der sich dieser Mission annimmt. Er entdeckte die Bibel mit ihren 3.333 Bildern auf dem Dachboden der Galerie seines verstorbenen Vaters. Er ließ die Illustrationen digitalisieren und zunächst virtuelle Versionen der Bibel herausbringen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft sowie dem renommierten Fotografen und Gestalter Manfred Rieker erschien die Wiedmann Bibel im Februar 2018 zum ersten Mal in gedruckter Form. Die limitierte ART-Edition enthält die kompletten Bilder des Originals und wird ergänzt durch Kommentare sowie eine Biografie des Künstlers und verschiedene Bibelverse aus der revidierten Lutherbibel 2017. Die Ausgabe in Gold ist auf 333 Exemplare limitiert, die rote und schwarze Edition auf 3.000.

Mittlerweile haben unter anderem das Gutenberg-Museum in Mainz, die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, das Bibelmuseum bibliorama in Stuttgart sowie das größte Bibelmuseum der Welt, das Museum of the Bible in Washington D.C. (USA), die Wiedmann Bibel ART-Edition in ihren Bestand aufgenommen. Ob und wo die Wiedmann Bibel ART-Edition im Vatikan ausgestellt wird, ist zurzeit noch nicht bekannt.

Goldener Schatz für das Gutenberg-Museum

Mainzer Gutenberg-Museum erhält einzigartige Künstlerbibel

In einem Weltmuseum der Druckkunst, mit Ausgaben der Gutenberg-Bibeln bis zu modernen Büchern, darf eine weltweit einzigartige Bibel nicht fehlen. Das Gutenberg-Museum hat deshalb eine der limitierten Ausgaben der Wiedmann Bibel ART-Edition erhalten.

Sie besteht aus 3.333 Bildern und ist die weltweit einzige Bibel, die das komplette Alte und Neue Testament in Bildern wiedergibt. Ab sofort steht die Wiedmann Bibel in Form der exklusiven und limitierten ART-Edition in Gold im Gutenberg-Museum. Am Dienstag haben die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse und Direktorin Dr. Annette Ludwig das Exemplar mit der Nummer 3 von 333, für das Gutenberg-Museum, entgegengenommen.

„Die Wiedmann Bibel ist ein wirklich beeindruckendes Werk, das von großer künstlerischer und kultureller Bedeutung ist. Wir freuen uns über dieses außergewöhnliche Geschenk an das Gutenberg-Museum“, sagt Kulturdezernentin Marianne Grosse.

 

Überreicht hat die Bibel der Sohn des mittlerweile verstorbenen Künstlers. Er entdeckte das knapp 1,2 km lange Leporello nach dem Tod des Vaters. Willy Wiedmann arbeitete 16 Jahre (1984-2000) an dem Kunstwerk. Er malte sie im Stil der Polykonmalerei, den er in den 1960er Jahren entwickelt hatte. Weil die Drucktechnik damals noch nicht so weit fortgeschritten war, konnte Wiedmann sein Werk nicht veröffentlichen. Nach der Entdeckung stellte sich sein Sohn Martin der Herausforderung, dessen Traum weiterzuführen.

„Als ich vor knapp fünfeinhalb Jahren die 19 Leporellobücher auf dem Dachboden fand, wusste ich, dass diese Bibel etwas Besonderes ist. Damals hätte ich aber nicht damit gerechnet, dass sie eines Tages, in Form der ART-Edition, in einem der weltweit ältesten Buch- und Druckmuseen stehen wird“, sagt Martin Wiedmann. „Deshalb ist es für mich eine besondere Ehre, diese Bilderbibel dem Gutenberg-Museum als Geschenk überreichen zu dürfen.“

Das Gutenberg-Museum präsentiert das Werk zunächst bis Mitte März zusammen mit einem interaktiven Erlebnisterminal. Die Besucher können so in die Welt der Wiedmann Bibel eintauchen und in ihr blättern. Danach wird die außergewöhnliche Gabe in die Kabinett-Ausstellung „Unsere Schönsten… Bilder-Bibeln“ integriert, die dann bis Ende 2019 zu sehen sein wird.

„Die Wiedmann Bibelergänzt unsere Sammlung, die wir aus Anlass der Schenkung im Rahmen unserer Reihe „Unsere Schönsten…“ vorstellen. Hier liegt der Fokus nicht auf den Texten der Heiligen Schrift, sondern die Bilder stehen im Mittelpunkt, die Gottes Wort zu den Menschen bringen sollen“, sagt Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig.

Die ART-Edition ist eine limitierte Ausgabe der Wiedmann Bibel in Buchform. Sie ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft und dem renommierten Fotografen und Gestalter Manfred Rieker entstanden. Die Ausgabe enthält die kompletten Bilder des Originals und wird ergänzt durch Kommentare sowie eine Biografie des Künstlers und verschiedene Bibelverse aus der revidierten Lutherbibel 2017. Die Ausgabe in Gold ist auf 333 Exemplare limitiert, die rote und schwarze Edition auf 3.000. Neben dem Gutenberg-Museum haben bereits die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, das Bibelmuseum bibliorama in Stuttgart sowie das Museum of the Bible in Washington D.C. (USA), das größte Bibelmuseum der Welt, die Wiedmann Bibel ART-Edition in ihren Bestand aufgenommen.